Individuelle Möbel

Individuelle Möbel – Manufakt mit Ressourcen
Eigentlich hat die Bezeichnung „individuelle Möbel“ zu wenig Flair für das was es ist. Nämlich speziell und handgefertigt. Unikate Möbel mit Ressourcen, die oft mit viel Hirnakrobatik zu neuen Möbel werden.
Was ich hier zeige, war ein außergewöhnliches Projekt mit einem einfachen Buchenstuhl aus den 50er Jahren. Daraus wurde Rosalinde – die Metamorphose. Als ich dieses Objekt bei einer Ausstellung mithatte, sagte eine ganz versierte Besucherin, dass das Objekt „scary“ aussähe. Na ja, die eigentliche Botschaft des Stuhls kam eben nicht an.
Bei mir entstehen solche individuellen Möbel aus alten Möbelrahmen. Mein Ziel ist immer die Verbindung von Komfort und Design. Dazu ressourcenschonendes Arbeiten. Weil ich eben diese alten Möbelrahmen nutze. In Kurz: Meine Sessel und Stühle setzen Akzente für Ihr individuelles Wohlbefinden.
Erstmal muss so ein Möbel in seiner Form ansprechend sein. Dann überlege ich mir, wie es nachher aussehen könnte.
Der jeweilige Möbelzustand von Vintage-Möbeln zeigt sich nach dem Abrüsten.
Das Innenleben
Öfters kommen erstaunlichste Dinge zu Tage. Fundstücke wie Wäscheklammern zum Beispiel. Der kurioseste Fund jedoch war ein Fleischmesser. Größtenteils sind es jedoch Staub und zerschlissenes Material. Häufig bedeutet dieser Zustand, dass ein Möbel generalüberholt werden muss.
Rosshaar und Seegras im Innenleben riechen nämlich oft extrem muffig. Man riecht es erst, wenn die Möbelstücke abgerüstet werden. Es ist viel Fleißarbeit notwendig, damit ich eine gute Basis habe. Das bedeutet Nägel und Klammern entfernen. Holz reparieren und leimen. Das Holz wieder schön machen. Um dann dem Möbel mit neuen Materialien seinen Komfort und seine Form zu geben.
Danach bekommt es den passenden Möbelstoff. Je nach Möbel verwende ich Ziernägel, Keder oder auch Bordüren, um dem Ganzen eine besondere Note zu geben.
Polsterstoffe – Möbelstoffe
Vermutlich gibt es am Meer zwar mehr Sand.
Polsterstoffe – Möbelstoffe
Aber es gibt unglaublich viele Polsterstoff – Möbelstoffe und Leder am Markt. Eine immense Vielzahl an Stoffen trägt natürlich auch dazu bei, individuelle Möbel zu gestalten. Sie kommen aus aller Herren Länder. Heimische Textilwebereien gibt es hingegen kaum noch. Unsere einstigen Webereien firmieren häufig als Textilverlage. Soviel dazu. Die Auswahl an Möbelstoffen erscheint gigantisch. Und das ist sie auch, obgleich sich die Auswahl reduziert, wenn man sich an einigen Faktoren orientiert.
Wozu soll der Möbelstoff genutzt werden?
Erfüllt er die technischen Anforderungen?
Wie strapazierfähig ist er?
Woher kommt er?
Welche Farben und Texturen passen zu einem Möbel?
Möbelstoff-Lieferanten. Auch hier verfahre ich nach dem Motto: Klasse statt Masse. So kann ich problemlos Muster bekommen und Informationen zum Stoffverhalten. Davon profitieren auch meine Kunden, die sich Ihre Möbel polstern lassen.
Ich arbeite unter anderem mit Herstellern aus Italien, Spanien sowie Portugal. Ergänzend beziehe ich die Stoffe von diversen Verlagen. Neben Qualität ist auch Vielfalt wichtig. Dort sind die meisten Stoffe Europäischen Ursprungs.
Zusätzliche Inspirationen
Im Link des AD Magazins sehen Sie einen Auszug zur Hommage an nicht-uniformer Wohnungen. Wohlbemerkt entstanden die Stoffdesigns von Josef Frank bereits 1943. Sie sind zeitlos schön.
Leder für Möbel
Weshalb Leder vermeintlich teurer ist
erklärt sich nicht aus dem Umstand, dass es Leder ist. Ursächlich verantwortlich ist die Beschaffenheit der Häute. Auch die Tatsache, dass alle Häute eine Form haben. Beim Möbelstoff gibt es eine definierte Breite. Und das Längenmaß kann exakt bestellt werden. All dies haben wir bei Leder eben nicht.
Zusätzlich kann Leder nicht vollumfänglich genutzt werden. Der Verschnitt ist größer als bei Stoff. Zum Beispiel ist der Ansatz der Beine nicht verwendbar. Standige, sehr harte Stellen finden keine Verwendung. Zusätzlich gibt es dünne Stellen mit kleinen Rissen in Häuten. Konkret ergeben sich bis 40% Ausschuss. Mitunter auch deutlich mehr. Jedoch passt es manchmal auch mit weniger Zuschnittverlust. Dies ist mit ein Grund, weshalb ein Lederbezug insgesamt teurer als Stoff wird. Man kann nicht alles verwenden und braucht entsprechend mehr Material zur Verarbeitung.

